Ahoi!


Kleiner Beitrag - grosse Wirkung

Murtensee als Trinkwasser-Ressource

  • weit über 50% unseres Trinkwassers stammt aus dem Murtensee. 
  • Der Murtensee dient als Trinkwasserspender (Ge-meinden Muntelier, Murten und Meyriez: See-wasseranteil über 50%)
  • ist Naherholungsgebiet für die ganze Region
  • ist ein fast stilles Gewässer (es dauert 1.6 Jahre bis er 1x umgewälzt ist)
  • wird massiv belastet mit Stoffen aus Landwirt-schaft und ARA's.

mehr Fakten!

Aktion Sauberer Murtensee fordert

  • ein finanziell und ökologisch sinnvolles neues Abwasserkonzept für die ganze Region Seeland , z.B. mit einer Einleitung  in eine moderne ARA in der Region Biel
  • Lösung ARA Seeland-Süd ohne Einleitung von grossen Mengen von  ARA-Wasser in den Murtensee
  • Sauberes Trinkwasser aus dem Murtensee ohne Spuren von Mikro-Verunreinigungen

mehr Infos!

Ziele Aktion Sauberer Murtensee

1. Keine Fehlplanung ARA Seeland-Süd mehr

Statt die gereinigten Abwasser direkt in die Aare einzuleiten, plant der neu gebildete Verband ARA Seeland-Süd einen massiven Ausbau der Anlage in Muntelier. In den Murtensee sollen bis zu 6x mehr geklärte Abwasser in nur 8m Tiefe fliessen, nur 150m vom Badestrand, obwohl Experten empfehlen die gereinigten Abwasser in wasserreiche Flüsse einzuleiten.

2. Finanziell und ökologisch besser

Die Aktion Sauberer Murtensee hat aufgezeigt, dass eine Sofortlösung (bis 2025) für die ARA Kerzers lediglich 9.3 Mio. Franken kosten würde.  Sogar eine definitive Lösung für die ARA Seeland-Süd mit Anschluss an eine grosse ARA Anlage in der Region Biel käme auf lediglich 35 Mio. Franken (anstatt

60 - 90 Mio. Franken!) zu stehen.  Der ARA-Verband Seeland-Süd hält weiter-hin an seiner Standort-Evaluation fest, obwohl diese mangelhaft ist. 

3. Sauerstoff im Murtensee

Der Murtensee braucht 1.6 Jahre für die Erneuerung des Wassers. Zum Vergleicht: der von der wasserreichen Aare durchströmte Bielersee braucht dazu nur 58 Tage. Der Murtensee ist stark belastet. Von Juli bis Dezember ist in der Regel in einer Tiefe von 10m kein Sauerstoff mehr vorhanden. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung kommen Nährstoffe wie Nitrate, Phosphor über die Flüsse in den See oder durch die Einleitung von gereinig-tem Klärwasser aus den zahlreichen Abwasser-Reinigungsanlagen (ARA).

4. Trinkwasserquelle

Der Murtensee ist ein bedeutendes Trinkwasser-Reservoir für zahlreiche Gemeinden, weil mehrere Quellen wegen zu hohen Nitratwerten aufgegeben werden mussten. Die Aktion Sauberer Murtensee ist überzeugt, dass die Wasserqualität im Murtensee verbessert werden kann durch eine geeignete Klärung der Siedlungsabwässer und eine reduzierte Überdüngung.

5. Qualität des Fisch-Bestands

Eine Verbesserung der Wasserqualität dient auch der Fischerei. Über die Flüsse kommen genügend natürliche Nährstoffe in den See. Geklärte Ab-wässer sind als Nahrung für die Fische nicht geeignet. Sie enthalten auch nach einer 4. Klärstufe (deren Wirkungsgrad bei lediglich max. 80% liegt!) noch Medikamenten-Spuren und resistente Keime die sich im Fisch an-sammeln und beim Verzehr vom Menschen aufgenommen werden. Auch bei der Aufreinigung des Trinkwassers können diese Stoffe nicht vollständig eliminiert werden.